Proton Bank aus Griechenland schafft hunderte Millionen Euro ins Ausland

Nicht nur reiche Griechen bringen ihr Geld ins Ausland, vornehmlich in die Schweiz oder nach Bulgarien, – auch die griechische Proton Bank scheint sich an diesen Kapitalbewegungen zu beteiligen.

Die Staatsanwaltschaft in Athen untersucht aktuell diverse höchst fragwürdige Zahlungsströme. Die Proton Bank wurde mit rund 900 Millionen Euro vom Staat mit Hilfe des Euro-Rettungsfonds EFSF gerettet. Jetzt hat es den Anschein, daß Mitarbeiter der Bank mehrere hundert Millionen, vermutlich bis zu 700 Millionen Euro (!) ins Ausland geschafft haben.

Die Zentralbank Griechenlands untersucht den Fall aktuell, – auch Geldwäschevorwürfe treten zutage.

Bemerkenswerterweise gab es kürzlich einen Sprengstoffanschlag auf den untersuchenden Beamten am Rande Athens.

Die ins Ausland geflossenen Gelder sollen an Scheinfirmen oder Firmen des ehemaligen Bankinhabers Lavrentiadis geflossen sein, – nur einen wirtschaftlichen Zusammenhang kann man wohl nicht so recht konstruieren, sodaß die Staatsanwaltschaft auch Betrug und Unterschlagung als Ursache untersucht.

Man darf sich angesichts solcher Fälle fragen, ob in Griechenland überhaupt noch irgendetwas funktioniert, wenn der Staat eine „private“ Bank mit 900 Millionen Euro stützt und gar nicht merkt, daß der Bankinhaber 700 Millionen Euro davon für sich abzwackt. _Was bis jetzt nicht bewiesen ist, aber wo der Beweis des Gegenteils offensichtlich auch noch nicht erfolgt ist.

Proton wäre dann einer der größten Betrugsfälle in Europa.