Olympus gesteht 20 Jahre Bilanzmanipulationen – Volumen 1,5 Milliarden

Nicht nur die Griechen haben die anderen EU-Staaten beim Euro-Beitritt betrogen, auch Olympus hat die Welt wohl 20 Jahre lang an der Nase herumgeführt.

Der japanische Kamerakonzern hat jetzt offiziell eingeräumt, seit ca. 20 Jahren die Bilanzen „frisiert“ zu haben, das Volumen könnte deutlich über 1 Milliarde Euro oder 1,5 Milliarden Dollar betragen.

Bei den Manipulationen wurden Verluste aus Wertpapier- und Börsengeschäften „weggemauschelt“.

Die Aktie des Kameraherstellers Olympus sauste nach Bekanntgabe durch den Olympus-Präsidenten Shuichi Takayama 30% in den Keller.

Nunmehr steht der Job von 40.000 Mitarbeitern weltweit auf dem Spiel, die zuletzt über 7 Milliarden Euro Umsatz generierten.

Verluste aus Spekulationsgeschäften habe man – damit es nicht auffällt, als Beratungshonorar kaschiert. Allerdings habe eine interne Kommission nun doch den Finger in die Wunde gelegt und angebliche Beratungshonorare in dreistelliger Millionenhöhe hinterfragt. Dabei sei man auf zahlreiche Ungereimtheiten gestossen. Die zurückgetretenen Olympus-Präsidenten Tsuyoshi Kikukawa und Hisashi Mori hätten bis dahin eine Aufdeckung wirkungsvoll verhindert.

Auch im Hamburger Headquarter von Olympus soll es zu Ungereimtheiten in Höhe von über 600.000 Euro gekommen sein.

Was lernen wir daraus: Auch wenn man eine noch so interessante Aktie im Depot hat, die bekannt und seriös erscheint: Es kommt der Tag, wo der Aktienkurs in den Keller rauscht, weil irgendwo im Unternehmen einer lange Finger macht oder eine Fehlentscheidung trifft.

Legen Sie Ihr Geld lieber in Gold und Silber an. Ihr Goldbarren unterschlägt nichts, zahlt keine Schmiergelder und trifft keine Fehlentscheidungen. Er ist auch nicht auf einmal weg. Im Zweifel überlebt er Jahrtausende. Bilanzfälschung begeht er auf jeden Fall nicht.