OLG schlägt Deutsche Bank Zahlung von 775 Mio an Kirch vor

Wie die „Zeit“ berichtet, hat das Oberlandesgericht München der Deutschen Bank im Rechtsstreit mit Leo Kirch vorgeschlagen, doch 775 Millionen Euro an Kirch, bzw. seine früheren Unternehmen zu zahlen, da das Gericht dazu tendiert, diesem im Rechtsstreit Recht zu geben. Kirch hatte geklagt, daß die Deutsche Bank sein Unternehmen „kaputt geredet“ habe, der ehemalige Vorstand Breuer hätte vorsätzlich sittenwidrige schädigende Äußerungen fallen gelassen, die dazu geführt hätten, daß keine Bank mehr Kredite an Kirch, bzw. seine Unternehmen gegeben hätte.

Die Deutsche Bank hat den vom Gericht vorgeschlagenen Vergleich allerdings postwendend abgelehnt und hofft nun auf eine für sie günstigere gerichtliche Entscheidung. Bei dem Vergleichsvorschlag des Gerichts handele es sich nur um eine vorläufige Einschätzung des Gerichts, die nach Ansicht der Bank nicht aufrecht zu erhalten sei.

Nunmehr gilt es abzuwarten, wie das Gericht sich entscheidet, da der Vergleichsvorschlag abgelehnt worden ist. Der Prozess zieht sich bereits jahrelang hin, – Breuer soll vor dem Firmenzusammenbruch öffentlich geäußert haben: „Was man alles lesen und hören kann, ist, daß der Finanzsektor nicht bereit ist, auf unveränderter Basis noch weitere Fremd- oder Eigenmittel zur Verfügung zu stellen“.

Dies habe, so Kirch, zahlreiche Banken erst dazu gebracht, keine Kredite mehr zur Verfügung zu stellen oder bestehende zu kündigen.