Nächster Degi Fonds Degi International wird abgewickelt – aus die Maus

Der nächste offene Immobilienfonds wird abgewickelt, – jetzt der nunmehr zweite aus dem Hause DEGI. Die Fondsgesellschaft Aberdeen wickelt den 1,5 Milliarden Euro umfassenden Degi International ab. Dies ist nach der Abwicklungsnachricht über den Axa Immoselect in der letzten Woche die zweite Hiobsbotschaft für die Freunde offener Immobilienfonds in Deutschland.

Degi gehörte vormals zur Dresdner Bank Gruppe, wurde aber 2007 an Aberdeen verkauft. In vielen Dresdner Bank/Commerzbank – Depots dürften daher Degi International Fondsanteile schlummern.

Der Fonds wird jetzt zwangsabgewickelt, d.h. alle Objekte werden in relativ kurzer Zeit verkauft und der Erlös abzüglich Kosten auf die Anleger aufgeteilt. Bei solchen Abwicklungen kommen i.d.R. Verluste auf den Anleger zu, da man u.U. Immobilien zu ungünstigen Marktzeitpunkten verkauft werden muss oder beim Verkauf entdeckt wird, daß die bisherigen Bewertungen nicht dem am Markt erzielbaren Wert entsprechen.

Aberdeen hat zuvor bereits die Auflösung des Degi Europa bekannt gegeben.

Aberdeen hatte in den vergangenen Monaten bereits energisch Immobilien aus dem Fondsbestand des Degi International verkauft, um Liquidität zu gewinnen, – dies reichte aber nicht, um alle wartenden Anleger zu befriedigen, sodaß man sich zur Totalauflösung entschied. Der Fonds besitzt noch 32 Immobilien in elf Ländern.

Die Rückzahlung des Fonds war im vergangenen Jahr gesperrt worden, Fondsgesellschaften dürfen für eine begrenzte Zeit die Rücknahme der Anteile „aussetzen“, müssen aber anschließend die Rücknahme wieder aufnehmen oder aber den Fonds auflösen. Und genau das passiert jetzt.

Hätten die Anleger mal lieber Gold oder Silber gekauft, so hätten sie jetzt Wertzuwächse, statt Vermögensverluste. Auch, wenn der Goldpreis mal schwankt.