Murdochs Unterweltler bekamen sogar Bankauskünfte über britischen Premierminister Brown

Wie sicher das Bankgeheimnis in Europa ist, zeigt sich nunmehr wieder bei dem Skandal um Rupert Murdochs Medienimperium in Großbritannien. Nunmehr kam ans Tageslicht, daß ein einfacher Anrufer aus dem kriminellen Milieu durch Anruf bei der Bank des Premierministers Brown sämtliche Bankauskünfte über das Konto bekommen hat, die er haben wollte. Ganz einfach dadurch, daß er sich als „Brown“ ausgegeben hat. Sechs solcher Anrufe, bei denen jeweils geheime Daten herausgegeben worden sind, sind dokumentiert. Wenn noch nicht einmal die Daten solcher prominenten Kontoinhaber sicher sind, darf man sich fragen, wie sicher dann die Bankdaten von Otto Normalverbraucher sind.

Die Presse rund um Murdochs Zeitungen hatte auch Telefonverbindungen des Premiers und Krankenakten des Sohnes einsehen können.

Insoweit muß man sich in der Tat fragen, ob solche Rechtsbrüche nicht noch erleichtert werden, wenn man zentral alle Daten auf Krankenkarten oder irgendwelchen Rechnern speichert.