Münchner Rück mit 3 Milliarden in Griechenland & Co investiert

Die Versicherungsgruppe Münchner Rück gab bekannt, daß sie mit insgesamt 3 Milliarden Euro in Anleihen in Griechenland, Irland und Portugal investiert sei. Insbesonders bei Griechenland ist in den letzten Wochen diskutiert worden, ob nicht ggf. Anleiheneigentümer damit rechnen müssen, nur 80% des eingesetzten Kapitals zurück zu bekommen.

Bei 3 Milliarden Euro wären dies immerhin 600 Millionen Euro, die abgeschrieben werden müssten.

Insgesamt macht das Engagement in diesen Ländern allerdings nur rund zwei Prozent des Anlagevolumens der Münchner Rück aus.

Viel mehr dürfte den Versicherungsriesen der Tsunami und seine Folgen in Japan getroffen haben. Der Chef der Münchner Rück, Nikolaus von Bomhard räumte ein, daß alleine die Schäden in Japan, die die Münchner Rück bezahlen müsse, vom Volumen her bisher schon genauso stark sind, wie alle Naturkatastrophen-Schäden des Vorjahres zusammen.

1,5 Milliarden Euro muß die Münchner Rück nach bisheriger Kalkulation bereits für Japan aufbringen, Schäden in Neuseeland und Australien haben mit 1,1 Milliarden Euro zu Buche geschlagen.

Die Münchner Rück mußte im Vorfeld der Hauptversammlung auch einräumen, daß die Versicherungstochter ERGO im Jahr 2010 mehr für Schäden und Kosten ausgegeben hat, als an Prämieneinnahmen eingenommen werden konnten.

Die Münchner Rück / Munich Re rechnet mit steigenden Versicherungsprämien.