Japan muß AKW-Betreiber Tepco übernehmen

Der japanische AKW-Betreiber Tepco scheint pleite zu sein. Die Kosten über Reparaturmaßnahmen und Entschädigungen können nicht mehr aus eigener Kraft aufgebracht werden. Eine ausreichende Versicherung gegen diese Atomschäden bestand nicht und ist auch gar nicht abschließbar. Vermutlich wird die japanische Regierung den Betreiber übernehmen. Zunächst wird wohl erst einmal die Kontrolle über das Elektrizitätsunternehmen übernommen, da die Katastrophe dort nationale Ausmaße angenommen hat, die für die Volkswirtschaft und Bevölkerung von existenzieller Bedeutung sind.

Unklar ist noch, inwieweit auch kapitalmäßig eine Übernahme erfolgt. Einige japanische Medien berichten von einer bevorstehenden mehrheitlichen Übernahme.

Bei dem Ausmaß der Katastrophe ist nicht vorstellbar, daß die Hälfte des Unternehmens deutlich mehr als 1 Euro kostet, da die anstehenden Entschädigungszahlungen eine Riesenbelastung für das Unternehmen darstellen werden.

Aktuell gibt man die Empfehlung im Radius von 80 Kilometern rund um das Atomkraftwerk zu evakuieren. Noch ist das keine zwingende Vorschrift, sollte aber im Eigeninteresse der Bevölkerung liegen.

Durch die Verstrahlung dürften alle Immobilien im Umkreis von 30-50 Kilometern rund um das Atomkraftwerk im Wert gegen NULL streben, – die Entschädigung dafür dürfte die Elektrizitätsfirma Tepco in den Ruin treiben.