IWF hält Belgien für nächsten Wackelkanditaten

Nach Griechenland, Portugal und Irland macht jetzt wohl auch Belgien Sorgen: Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht Belgien als gefährdet an: Belgien hätte zu hohe Schulden, zu viele Staatsanleihen werden zu kurzfristig fällig und die Refinanzierung sei nicht gesichert. Auch sei Belgien zu stark von ausländischem Kapital abhängig. Noch kann Belgien sich für rund 4% an den Kreditmärkten verschulden und muß nicht 9% zahlen, was Portugal den Todesstoß gegeben hat. Belgien hat aber neben Griechenland und Italien den dritthöchsten Schuldenstand in der EU, der Staatshaushalt ist genausohoch schuldenfinanziert, wie das Bruttoinlandsprodukt hoch ist. Außerordentlich ungesund. Versteht sich von selbst, daß Belgien sowie auch Spanien mitteilen lassen, „man habe kein Problem, alles sei im Lot“. Das kennt man ja: Von Irland, Griechenland und Portugal, die das bis kurz vom Kollaps auch jeweils behauptet haben. Jetzt gilt es mit Interesse zu beobachten, welches Land als nächstes kapituliert und unter den Rettungsschirm schlüpft: Spanien, Italien und nun auch Belgien gelten als nächste Kanditaten. Die Tage des stabilen Euros dürften damit gezählt sein.