Irische Banken brauchen schon wieder Geld

Irische Banken haben den Stresstest nicht bestanden und brauchen schon wieder (oder immer noch) zusätzliches Kapital. Der zusätzliche Geldbedarf wird auf 24 Milliarden Euro geschätzt, die zusätzlich zu den geflossenen Milliarden aufgebracht werden müssen.

Kein geringerer als die irische Zentralbank selbst hat diese Zahlen bekannt gegeben, ansonsten wäre die Stabilität der Bank of Ireland, der Allied Irish Bank, der EBS und der Il&P (Irish Life & Permanent) nicht gewährleistet.

Damit wären seit 2009 rund 70 Milliarden Euro in die irischen Banken an Hilfen geflossen. Die irische Politik und auch die Zentralbank wollen Vorschläge zur Verschlankung des irischen Bankensystems machen.

Irland mußte in 2010 bereits unter den Euro-Rettungsschirm flüchten, weil er aus eigener Kraft die Bankenrettungsaktionen nicht mehr finanzieren konnte.

Auch die jetzt geforderten Milliarden kommen wohl aus dem Euro-Rettungsschirm. Dort sind maximal 35 Milliarden für Irland angedacht. Man darf gespannt sein, ob dies incl. zu erwartender Nachschläge überhaupt ausreicht.

Die Anglo Irish Bank schloß das Jahr 2010 mit einem Fehlbetrag von 17,7 Milliarden Euro ab, – nachdem bereits im Jahr zuvor 12,7 Milliarden Euro Verlust erwirtschaftet wurden.

Wer jetzt den Euro noch für sicher hält, hat in der Schule nicht richtig aufgepasst.

Wer glaubt, daß Banken gut mit Geld umgehen können und daher die Legitimation haben, auch hinsichtlich Geldanlage zu beraten, sollte seine Denke ebenfalls noch einmal überprüfen…