Inflationsangst treibt Edelmetalle nach oben

Nun hat also auch Spiegel Online (S.O.) das Thema Gold und Silber und die Hatz von einem Rekord- bzw. 31-Jahres-Hoch zum nächsten aufgegriffen. Dabei schiebt S.O. den Anstieg des Silber- bzw. Goldpreises den jüngsten Entwicklungen zu, nämlich den Unruhen und Umbrüchen in der Arabischen Welt und einer augenscheinlich weit verbreiteten Angst vor Inflation.

Die Angst vor Inflation ist aber eigentlich keine Angst mehr, sondern Realität, seit die Inflationsraten in Deutschland höher liegen als die Sparzinsen auf Guthaben auf z.B. Tagesgeldkonten. Seit diesem Zeitpunkt wird effektiv Kaufkraft vernichtet. Viele Menschen haben zumindest für einen Teil ihrer Ersparnisse deswegen Gold und Silber gekauft, um keinen Kaufkraftverlust zu riskieren.

Wie sich die Unruhen und Umstürze in der arabischen Welt auf die Edelmetallpreise auswirken, ist reine Spekulation.

Richtig ist aber, dass die Entwicklung von 1 Feinunze Gold zu US-Dollar bzw. Euro Rückschlüsse auf die Kaufkraft des US-Dollar zulässt. Betrachtet man einmal das Verhältnis US-Dollar zu Euro, so bekommt man am heutigen Freitag für einen Euro ca. 1,44 US-Dollar. Noch im Januar 2011 gab es für einen Euro noch weniger als 1,30 US-Dollar. Für z.B. Silber ergibt sich folgende Situation seit September 2010.

  • Anstieg Silberpreis 08. September 2010 – 08. April 2011: 15,65 Euro auf 27,57 Euro, also nicht ganz verdoppelt
  • Anstieg Silberpreis 08. September 2010 – 08. April 2011: 19,91 US-Dollar auf 39,62 US-Dollar, also ungefähr verdoppelt.
  • Im gleichen Zeitraum ist der Wert des US-Dollar von ca. 1,36 US-Dollar für einen Euro auf 1,44 US-Dollar für einen Euro abgesackt.

Sie sehen also, dass viel mehr Faktoren eine Rolle spielen als die von S.O. Angegebenen.

Wer sich für den Spiegel Online Artikel interessiert, kann ihn HIER finden.

D. vom 321GoldundSilberShop