Griechenland weiter dem Kollaps nahe – 2. Tranche aus Hilfspaket wird dringend gebraucht

Liebe Leser,

Griechenland geht finanziell weiter auf dem Zahnfleisch und ist weiter dem Bankrott relativ nahe. Der griechische Finanzminister Giorgos Papaconstantinou sagte, dass Griechenland keine weiteren Zahlungen leisten könnte. Also es könnten keine Renten mehr gezahlt werden, Beamte würden keinen Lohn bzw. kein Gehalt mehr bekommen, kurz: Griechenland wäre pleite. Der Internationale Währungsfonds (IWF) macht die Auszahlung der 2. Tranche des Hilfspakets aber davon abhängig, dass auch im kommenden Jahr die EU-Gelder garantiert werden. Andernfalls gibt es kein Geld vom IWF. Und ohne frisches Geld kann Griechenland seine Verpflichtungen nicht erfüllen. Finanzminister Papconstantinou: „Das Land wird seine Auszahlungen stoppen…Gehälter, Renten – alle Staatsausgaben werden nicht mehr erfolgen.“

Der ohnehin schon stramme Sparkurs, den die griechische Regierung auf Druck der EU und des IWF bereits fährt, könnte noch etwas drastischer werden, denn der IWF verlangt weitere Einsparungen und ein Haushaltsdefizit von nur 7,5%, von dem Griechenland noch recht weit entfernt zu sein scheint. Das wenige „Tafelsilber“, das der griechischen Regierung noch zum Verkauf zur Verfügung steht, soll nun auch möglichst schnell verkauft werden. Dabei geht es um Firmenanteile des Telekommunikationsunternehmens OTE, der Postbank und der beiden Großhäfen Thessaloniki und Athen. Auch ein Verkauf der staatlichen Anteile an den Wasserwerken Thessaloniki steht im Raum.

Die Frage bleibt weiter, ob man auf diesem Weg Griechenland gesund sparen kann oder ob man es auf dem aktuellen Weg nicht viel mehr kaputt spart.

Eines ist aber weiter überdeutlich: Eine Umschuldung Griechenlands wird von der Politik weiter kategorisch abgelehnt, obwohl es auch viele Befürworter dieser Methode gibt.

Ob es der Politik mit dem aktuellen Kurs gelingt, Griechenland gesund zu sparen, müssen wir abwarten. Dem Euro als Währung jedenfalls schaden die ständigen Diskussionen und negativen Schlagzeilen über Griechenland. Seine Wechselkurse befinden sich im „freien Fall“ (wir berichteten).

Wir bleiben natürlich weiter am Ball und informieren Sie, sobald wir etwas Neues erfahren.

J. vom 321GoldundSilberShop