Goldrausch 3.0 – Dritte große Absatzwelle bei den Edelmetallhändlern

Liebe Leser,

wie Sie sich sicher vorstellen können, gab es nach Bekanntwerden der Lehman-Pleite 2008 und dem Beginn der Griechenlandkrise im Mai 2010 bereits jeweils einen ziemlichen Goldrausch. Besorgte Bürger deckten sich mit Gold und Silber ein, um ihre Ersparnisse bzw. ihre Vermögen zu sichern.

Nun gibt es derzeit den Dritten Goldrausch in Folge. Die Menschen wissen nicht, wie es angesichts der verhärteten Verhandlungspositionen von Demokraten und Republikanern in den USA mit dem US-Dollar weitergeht. In den USA muss bis zu 2. August eine Lösung gefunden werden bezüglich der gesetzlichen Schuldenobergrenze des Landes oder die Zahlungsunfähigkeit droht. Und auch die Schuldenkrise in Europa beschäftigt die Menschen. Griechenland ist immer noch gefährdet und in Irland, Portugal und Italien ist die Schulden-Situation auch äußerst angespannt. Diese beiden Faktoren gelten als Hauptauslöser für den aktuellen Goldrausch.

Die Edelmetallhändler – uns vom 321GoldundSilberShop eingeschlossen – freut es. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung sagte ein Mitarbeiter von pro Aurum, dass sich in den vergangenen 2 Wochen der Umsatz des Unternehmens mehr als verdoppelt hat, von 8 Millionen Euro auf ca. 21 Millionen Euro. Weiter sagte er: „Wir erleben nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 und den ersten Meldungen über die desolate Finanzlage in Griechenland im Mai 2010 gerade eine dritte große Kaufwelle bei den Edelmetallen.“ Diesen prozentualen Umsatzanstieg können wir nur bestätigen. In naher Zukunft dürfte es zwar keine Lieferengpässe wie im Frühjahr/Sommer 2010 geben, es ist aber nicht auszuschließen, vor allem aufgrund der angespannten Lage im Euro-Raum und in den USA.

Nicht zuletzt müssen sowohl Spanien als auch Italien für ihre jüngst ausgegebenen 10jährigen Staatsanleihen so hohe Zinsen zahlen wie seit der Euro-Einführung nicht mehr. Die Entwicklungen der jüngeren und jüngsten Vergangenheit was die Staatsfinanzen und vor allem die Schulden auch großer Volkswirtschaften wie USA und Italien – immerhin die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone – betrifft, haben Menschen und Anleger vorsichtig werden lassen.

Dieses Vertrauen wieder zurück zu erobern wird Jahre dauern und so lange werden wir noch an den Folgen zu tragen haben.

Der jüngste Goldrausch ist nur ein weiteres Symptom dafür, dass das Weltfinanzsystem krankt und niemand ein Heilmittel besitzt.

J. vom 321GoldundSilberShop

(Quelle: Süddeutsche Zeitung)