Gold im Brandenburger Stolpsee von den Nazis versenkt ?

Die Uckermark, wo auch Angela Merkel zuhause ist, weist am Rande einen kleinen, an sich beschaulichen See auf, den Stolpsee. Historiker wollen jetzt sichere Anzeichen dafür gefunden haben, daß der Nazi Hermann Göring in den letzten Tagen des Kriegs dort, im Norden Brandenburgs, zahlreiche Kisten voller Gold versenkt hat.

Der See ist noch keine 15 Meter tief und daher relativ einfach abzutauchen. Englische Wissenschaftler und Schatzsucher wollen das jetzt systematisch angehen. Bei dem Gold, welches in knapp 20 Kisten dort im Auftrage des Oberbefehlshabers der Luftwaffe versenkt worden sein soll, handele es sich um Kriegsbeute, die Göring bis zur Versenkung in seiner in der Nähe liegenden Jagdhütte in Carinhall aufbewahrt haben soll.

Die englischen Schatzsucher wollen im deutschen Bundesarchiv in Koblenz auf eindeutige Aktenhinweise gestossen sein, die die Lokalisierung des Schatzes dort ermöglicht haben. Es wird sogar ein angeblicher Augenzeuge benannt: Eckard Litz soll im März 1945 Zeuge gewesen sein, wie SS-Angehörige mit einem LKW die Kisten zum See transportiert haben. Die Kisten seien von KZ-Insassen mit Schlauchbooten auf die Mitte des Sees transportiert worden, die KZ-Insassen nach Rückkehr von der „Bootstour“ erschossen worden, um Zeugen zu beseitigen.

Was die englischen Schatzsucher wohl nicht wissen, ist, daß bereits die Stasi-Grösse Erich Mielke Anfang der 80er-Jahre den See systematisch durch Taucher absuchen ließ, weil damals der Stern Journalist Gerd Heidemann einen Hinweis auf den Goldschatz geliefert hatte. Wir erinnern uns: Heidemann war derjenige, der Deutschland auch etwas später Glauben machen wollte, daß die Hitler-Tagebücher aufgetaucht seien.

Insoweit ist fraglich, ob die Taucher nunmehr fündig werden.

Wer sowieso ein Unterwassermetallsuchgerät hat und gerne taucht, ist herzlich in die Uckermark eingeladen. Die ansonsten karge Gegend freut sich über jeden Besucher.