Gerichtsvollzieher pfändet Flugzeug des Kronprinzen von Thailand, weil Staatsschulden nicht bezahlt wurden

Weil der Staat Thailand seine Schulden an ein deutsches Bauunternehmen nicht bezahlt hat, pfändete dieses nunmehr kurzerhand das Flugzeug des thailändischen Kronprinzen, mit dem dieser in München gelandet war. Das Flugheut gehört der staatlichen thailändischen Fluglinie und damit dem Staat Thailand.

Auf dem Flugzeug klebt nunmehr das Pfandsiegel (ugs.:“Kuckuck“), es darf weder geöffnet, noch entfernt werden und damit auch nicht abheben. Wegen zahlreicher unbezahlter Rechnungen war der Walter Bau Konzern selber in die Insolvenz gegangen. Der Gerichtsvollzieher hat nun die Boing 737 zur Verwertung.

Der Titel ist bereits durch deutsche Gerichte überprüft worden und rechtskräftig. Zahlt Thailand nunmehr nicht kurzfristig, wird das Flugzeug verwertet, vermutlich versteigert oder höchstbietend verkauft, um die Staatsschulden zu tilgen.

Walter Bau hatte durch die Tochter Dywidag eine Mautautobahnstrecke bei Bangkok gebaut, – der Staat Thailand hat aber nicht alle vereinbarten Zahlungen geleistet.

Griechenland, Italien, Irland und die USA können sich das schon mal genau anschauen: Notfalls werden Staatsschulden halt so vollstreckt…. solange noch etwas zum Vollstrecken da ist.

Der thailändische Kronprinz Maha Vajiralongkorn wird vermutlich nicht zu Fuß zurück nach Thailand gegangen sein, aber er war sicher etwas überrascht, daß ein deutscher Gerichtsvollzieher ihm den Kuckuck aufs Flugzeug klebt.

Dem Spiegel war es einen Artikel wert, siehe: hier