George Soros, der Silberfuchs ?

Die abgelaufene Woche war geprägt von den Margin-Erhöhungen an der Comex und Gerüchten um George Soros. Die US Börse Comex hat die Sicherheitshinterlegungsvorschriften („Margin“) bei Edelmetallgeschäften mit zukünftiger Erfüllung („Futures“) angepasst. Händler müssen jetzt fast doppelt so viel Sicherheit hinterlegen, als noch vor kurzem. Dennoch reicht es aus, ca. 20.000 US-Dollar zu hinterlegen, um 220.000 US-Dollar in Silber mit Liefertermin in 6 Monaten zu verkaufen. Man muß nicht nachweisen, daß man Silber für 220.000 Dollar hat, um es später liefern zu können, man muß nur 20.000 US$, rund ein Zehntel auf einem Margin-/Sicherheitskonto sperren lassen.

Weil in mehreren Schritten nacheinander erhöht wurde, erinnerten viele sich an den Beginn der 80er Jahre, wo rund um die Silberspekulation der Hunt-Brüder die US Börse gleichfalls die „Spielregeln“ änderte.

Anders allerdings die Gerüchte um den Hedgefonds-Manager George Soros: Hier wurde kolportiert, daß er sich von Großteilen seiner Silberbestände trennt, was ebenfalls auf die Kurse drückte, da Silber in großen Mengen auf den Markt zu kommen schien.

Edelmetallhändler mit Erfahrung erinnern sich allerdings an den Januar 2010, als George Soros verlauten ließ, daß Gold total überbewertet sei und die Kursentwicklung bei Gold die größte „Blase“ sei, die er je gesehen habe. Diese drohe nun zu platzen. Daraufhin gingen tatsächlich die Goldkurse zurück, weil ängstliche Anleger auf Soros hörten. Soros, der Anlagefuchs, stockte allerdings – entgegen seiner veröffentlichten Meinung – seine Goldbestände drastisch auf und sammelte das Gold billig ein, um dann später von Kurssteigerungen zu profitieren. Insoweit muß man bei George Soros immer zweimal hinhören. Er ist ein ausgebuffter Fuchs, dem durchaus zuzuschreiben wäre, daß er mit schlechten Nachrichten über Silber lediglich ein kurzfristiges Eintauchen des Silberkurses erreichen will, um selber billiger einzusammeln und doch Bestände aufzubauen.

Die Zeit wird es zeigen.