EZB: Trichet lässt Leitzins auch in seiner letzten Sitzung unverändert

Der scheidende EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hat auch in der letzten von ihm geleiteten EZB-Sitzung die Leitzinsen in Europa nicht verändert. Damit bleibt der Leitzins in Euro-Europa bei 1,5%.

Einige Politiker und Wirtschaftswissenschaftler hatten eine Senkung auf 1% gefordert, um den Staaten die Schuldenfinanzierung und den Unternehmen die Kreditaufnahme zu erleichtern.

Die EZB ist allerdings in erster Linie der Geldwertstabilität verpflichtet, – niedrig verzinst verliehenes Geld wäre da kontraproduktiv. Der EZB wird auch nicht verschlossen geblieben sein, daß die Inflation im September im Euroraum bereits bei 3% gelegen hat.

Nach EZB-eigenen Kriterien gilt es jedwede Inflation oberhalb von 2% zu bekämpfen.

Die EZB kauft auch weiterhin offensichtlich Staatsanleihen klammer Staaten auf und hat – ähnlich wie eine BAD BANK mittlerweile ein stolzes Portfolio von über 160 Milliarden fragwürdiger Staatsanleihen im Bestand. Ein Thema, welches von Politikern stark kritisiert wird, weil die EZB damit den Staaten bei der Schuldenfinanzierung und damit bei der Haushaltsfinanzierung hilft, – was laut EZB-Statuten eigentlich ausgeschlossen ist.