EZB soll das Staatenfinanzierungsverbot über IWF-Umweg umgehen…

Der EZB ist es – wie vielen Zentralbanken dieser Welt – verboten, sich an der Staatenfinanzierung zu beteiligen. Eigentlich darf die EZB die Schuldenhaushalte der Euroländer nicht finanzieren. Das Aufkaufen von Staatsanleihen dieser schwächelnden Länder, was die EZB massiv betrieben hat, wird von vielen deshalb auch sehr kritisch gesehen, da es nicht mit der EZB Aufgabe in Einklang zu bringen ist, ihr sogar verboten ist.

Politiker sind ja nicht dumm, wenn es darum geht, Auswege und Ausreden zu finden. Jüngster Vorschlag ist nun, daß die Zentralbanken, damit auch die EZB das Geld zunächst dem IWF leihen, der es dann wiederum an die schwächelnden Eurostaaten weiter verleiht.

Die Zentralbanken sollen mehrere hundert Milliarden (in Worten: mehrere hundert Milliarden!) dem Internationalen Währungsfonds (IWF) zur Verfügung stellen, der diese wiederum an schwächelnde Eurostaaten ausleihen soll. Über einen Spezialfonds natürlich.

Auf diesem Wege könnte auch ein Kiosk das Alkoholverkaufsverbot an Minderjährige umgehen, in dem es mit einem Rentner kooperiert: Immer wenn dann ein Kind kommt und Schnaps kaufen will, verkauft das Kiosk den Schnaps an den volljährigen Rentner, der die Flasche dann an das Kind abgibt. So kann das Kiosk seine Hände in Unschuld waschen und hat nicht gegen Gesetze verstoßen. Das Kind ist aber dennoch besoffen 🙂

Man ist erstaunt, auf welch cleveren Ideen, Politiker doch kommen können. Damit der Vorschlag eine breitere Zustimmung findet, vergleicht man ihn mit einem Öl-Spezialfonds, den der IWF Anfang der 70er Jahre für Lände geschaffen hat, die vom Ölpreisschock besonders getroffen waren. Nur damals waren die Länder durch EXOGENE Faktoren getroffen. Für die plötzliche Ölpreiserhöhung konnten sie nichts.

Für die übermässige Staatsverschuldung sind die Länder aber nunmehr selbst verantwortlich.

Der IWF hat aktuell nur noch rund 290 Milliarden Euro an Hilfsmitteln zur Verfügung. Nach übereinstimmender Meinung von Experten reicht das in keinem Fall zur Bewältigung der jetzigen Krise. Daher kamen kleine Cleverles auf die Idee, die EZB doch über Umwege den klammen Staaten helfen zu lassen.

Die Ursache des Übels wird dadurch nicht beseitigt.

Angesichts solcher Bankrotterklärungen der Politik hat der Goldpreis wieder neue Höhen erklommen und befindet sich aktuell kurz über 1300 Euro/oz.