EZB kauft fast doppelt so viele Staatsanleihen wie in Vorwoche

Der Euro scheint in Not zu sein, denn die EZB hat gemäß ihres eigenen Ausweises in der vergangenen Woche nahezu doppelt so viele Staatsanleihen kritischer Länder aufgekauft wie noch in der Woche zuvor. Statt 4,48 Milliarden Euro steckte man fast 8 Milliarden Euro in Staatsanleihen schwankender Staaten.

Da muß also „Holland in Not“ sein, wenn man nunmehr für exakt 7,99 Milliarden Euro solche Staatsanleihen seitens der EZB kauft. Die EZB nennt nicht die einzelnen Länder, die betroffen sind,- von Marktteilnehmern hört man immer wieder die Länder „Griechenland, Frankreich, Italien, Spanien“, die gebetsmühlenartig wiederholt werden.

Die Europäische Zentralbank EZB hat somit für 194,50 Milliarden Euro solche „wackeligen“ Staatsanleihen im Bestand, – ein Zustand, der auch von konservatien Politikern als „kritisch“ gesehen wird.

Die EZB hat durchgesickertes angebliches Insiderwissen, daß man sich ein Limit von maximal 20 Milliarden/Woche gesetzt habe, nicht kommentiert. Weder bestritten, noch bestätigt.

Mittlerweile kommen immer mehr EU-Politiker auf die Idee, die Finanzierung überschuldeter EU-Staaten über Eurobonds zu finanzieren: Anleihen, die pauschal auf Europa lauten und für die alle haften.

Zahlreiche deutsche Politiker haben sich noch bis vor kurzem vehehent dagegen gewehrt. Eine von Ihnen war Bundeskanzlerin Angela Merkel. Es bleibt abzuwarten, wie sich ihre Gesinnung die nächsten Wochen verändert…. Bisher hat sie Eurobonds strikt abgelehnt.