Erste Krankenkasse vor der Pleite

Nicht nur Banken, Versicherungen und Immobiliengesellschaften können bankrott gehen, nun trifft es wohl auch die erste Krankenkasse:

Experten gehen davon aus, daß die City BKK noch im Sommer zwangsgeschlossen wird. Die Kasse hatte einen gesetzlich erlaubten Zusatzbeitrag von 15 Euro pro Monat erhoben, was die Mitglieder reihenweise mit Austritten quittierten. Die BKK mit Sitz in Stuttgart hat rund 400 Mitarbeiter, die sich dann wohl einen neuen Arbeitsplatz suchen dürfen. 150.000 Versicherte müssten sich dann eine neue Krankenkasse suchen. Die Kasse selber äußert sich, daß es sich um eine „Spekulation“ handele, noch sei nichts beschlossen, man arbeite an einer Sanierung. Dementieren wollte man die Pläne der Totalaufgabe dann aber doch nicht. Im Mai werde endgültig über die Zukunft der Kasse entschieden. Diese Wochen wurden allerdings schon das Bundesversicherungsamt und der Spitzenverband der Krankenkassen über die Situation bei der City BKK unterrichtet. Man schätzt, daß die City BKK 50 Millionen Euro Schulden hat. Mehr als 10% der Mitglieder haben bereits gekündigt. Man darf gespannt sein, wie das weitergeht.

Sicher ist in diesen Zeiten nur, daß nichts mehr sicher ist. Gesetzliche Krankenkassen, die pleite sind, hat vor kurzem auch noch niemand für möglich gehalten.