Ergo Lustreisen auch nach Kuba und Berlin – Großbordell Artemis freute sich über 100 Vertreter

Die Ergo Versicherung wird zur Zeit von Ihrer Vergangenheit eingeholt. Die Versicherung räumte zwischenzeitlich weitere Porno-Ausflüge Ihrer Vertreterorganisation ein, so wurden bei einer Reise nach Kuba im Jahr 2002 ebenso Prostituierte besucht wie auch bei einer Vertriebsveranstaltung Anfang 2007, wo bis zu 100 Vertreter in das Berliner Bordell „Artemis“ einfielen. Damit muß die Ergo Versicherung von der bisherigen Darstellung, daß die bereits bekannt gewordene Gellert-Thermen-Budapest-Reise die einzige dieser Art war, abrücken.

Versicherungskunden, die wissen wollen, wo ein Teil Ihrer Prämien verschwindet, können dies nun genau zuordnen: Kubanische Prostituierte und ein Berliner Großbordell. Damit tritt der alte Vorwurf, daß von den Versicherungsprämien nur die Glaspaläste der Versicherungsgesellschaften finanziert werden, nicht mehr zu. Es werden auch die Zuhälter der Prostituierten und Betriebsstätten im Rotlichtviertel finanziert.

Gleichzeitig mit Bekanntwerden der weiteren Sexeskapaden der Ergo-Vertreter mehren sich die Stimmen, daß nicht nur rund „maximal 14.000 Kunden“, wie es die Ergo bereits einräumt, bei Riesterverträgen benachteiligt worden sind, sondern vermutlich bis zu 70.000 Verträge falsch berechnet worden sind. Bei den Verträgen wurden einfach 16% statt zulässiger 12% Kosten verrechnet.

Voraussichtlich wird sich das Unternehmen dafür auch strafrechtlich verantworten müssen, da zwischenzeitlich selbst vom Unternehmen eingeräumt wird, daß man seit 2005 weiß, daß den Kunden jeweils 4% zuviel abgezogen worden sind, aber dennoch nicht reagiert, sondern sich selber bereichert hat.

Ob die Verbraucher noch länger dafür Verständnis haben, daß Banken und Versicherungen mit Steuergeldern „gerettet“ werden müssen und diesen auf keinen Fall zugemutet werden kann, das Risiko aus waghalsigen Griechenland-Investments selber zu tragen, darf abgewartet werden. Mit Massen-Bordellbesuchen, der Organisation von Rammel-Parties und dem bewußten vertragswidrigen Benachteiligen von mehr als 10.000 Kunden wirbt man jedenfalls nicht in besonderer Weise für Vertrauen.