Edelmetallmesse München: Messe-Nachbericht: Anleger flüchten ins Gold

Die Edelmetallmesse München, die am Wochenende in der Eventarena im Olympiapark in München stattfand, erfreute sich abermals wieder Tausender zahlungskräftiger Besucher. An beiden Tagen (Freitag und Samstag) waren die Hallen voll,- vor den Händlern, die physisches Edelmetall vor allen Dingen in Form von Münzen und Barren gegen Euros verkauft haben, bildeten sich Trauben oder Schlangen. Teilweise standen Kunden in Dreier-Reihen an. Größere Edelmetallhändler wie CoinInvestDirect oder Pro Aurum, die den Kunden sogar diskrete, vor den Blicken der anderen Besucher geschützte, „Besprechungsräume“ anboten, hatten nahezu den ganzen Tag alle Besprechungsräume besetzt. Über Zahlen sprechen Händler erfahrungsgemäß nur ungern, – doch nahezu an allen Ständen konnte man Kunden mit schweren schweren Masterboxen, die vermutlich je 500 Silberunzen beinhalteten von den Ständen ziehen sehen.

Neu auf der Messe waren u.a. die neu eingeführten Größen zur Silbermünze Arche Noah (Armenien), die man am Stand der Firma Geiger-Edelmetalle sehen konnte. Neu waren auch die am Stand der Firma Umicore ausgestellten Andorra-Münzbarren, -Silberbarren, denen der Kleinstaat Andorra durch einen Nennwertaufdruck in der Kunstwährung „Diners“ den Status des gesetzlichen Zahlungsmittel verliehen hat.

Lange Schlangen waren auch im ersten Stock der zweigeschossigen Halle am Stand der britischen Coininvestdirect, die erstmals und als Einziger auf der Messe die Maple Leaf Sonderausgabe Privymark „Pisa“ in Silber angeboten hatten. Bis Messeende wechselten nach Angaben der Betreiber bereits etwas über 5000 Pisa-Privys zum Preis von 30,50 Euro den Besitzer.

Die Veranstalter der Edelmetallmesse werden sich über kurz oder lang eine größere Location für zukünftige Messen suchen müssen: Bis auf den letzten Platz gefüllt waren sämtliche Vorträge zum Thema Edelmetall, die es in mehreren Vortragsräumen gab. Besucher hatten sich aus der Not teilweise schon Campingstühle mitgebracht, um nicht stehend folgen zu müssen. Insbesonders beim Vortrag von Johann A. Saier kam es am Samstag zu standing ovations, seine Fangemeinde wollte ihn auch nach offiziellem Messeschluß kaum gehen lassen.

Die meisten Besucher, so war in Interviews zu hören, trauem dem Euro keinen Millimeter mehr und tauschten freie Euros gegen Silber und Gold um. Im n-tv-Beitrag über die Edelmetallmesse wurde es auch zutreffend umschrieben: Trotz aller Schwankungen hat man mit Gold in den letzten 12 Monaten 25% verdient, was bei den meisten herkömmlichen Bankanlagen wohl eher nicht der Fall gewesen war.

Zum: N-TV-Beitrag über die Edelmetallmesse

Pünktlich zur Messe war der Goldpreis und auch der Silberpreis noch etwas gestiegen, so wechselten die meisten Goldunzen auf der Messe zu einem Preis von rund 1325 Euro den Besitzer, während für Silberunzen Preise von 28,30 bis 31 Euro aufgerufen wurden.