Chef der UBS Oswald Grübel nimmt nach 2 Milliarden Verlust den Hut

Nachdem ein Londoner Händler der UBS durch ein paar kleine Fehlspekulationen ca. 2,3 Milliarden Dollar Verlust für die UBS erwirtschaftet hatte, hatte sich die ganze Welt gefragt, was das eigentlich für Controlling und Risikobegrenzungssystem bei der UBS sei, welches solche Verluste überhaupt ermöglicht.

Die Frage hat sich nun wohl auch der Chef der UBS, der deutsche Oswald Grübel gestellt und ist zurückgetreten. Am Rande einer routinemässigen Sitzung in Singapur, die bereits vor Bekanntwerden des Verlustes terminiert, aber nunmehr verlängert worden war, wurde die Entscheidung bekannt gegeben.

Die Schweizer Bank UBS wird wegen der Fehlspekulation im dritten Quartal 2011 einen Verlust ausweisen müssen.

Die kommissarische Nachfolge Grübels soll der bisherige Europachef Sergio Ermotti übernehmen, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden wird. Ermotti hatte früher bei der UniCredit gearbeitet, die bekanntlich auch in Schwierigkeiten steckt.

Grübel war erst seit 2009 bei der UBS und sollte die UBS, die durch die Finanzkrise schon früher Milliardenverluste erlitten hatte, aus dem Sumpf führen. Offensichtlich hat er die UBS noch tiefer in den Sumpf gezogen.

Analysten und Börsenexperten weltweit können sich nur schwerlich vorstellen, daß ein einzelner Angestellter unbemerkt Verluste im Bereich von 2,3 Milliarden produzieren könne. Hier müsste das Risikocontrolling auf ganzer Linie versagt haben. Ein solches einzuziehen, ist Aufgabe des Vorstands.