Bund soll schon wieder der Commerzbank helfen – durch Verstaatlichung der Eurohypo

Die Commerzbank ist schon wieder in Kapitalnot und möchte das nunmehr eleganter lösen. Die Commerzbank, an der der Staat aus seiner Nothilfe-Aktion immer noch 25% plus eine Aktie hält, bettelt nicht erneut um Kredite oder Subventionen, sondern bittet darum, daß der Staat doch die ansonsten unverkäufliche Tochter Eurohypo „kaufen“ möge, was einer Verstaatlichung gleich kommt.

Die Eurohypo als Tochter der Commerzbank hat sich mit griechischen Staatsanleihen etwas verspekuliert. Bringt höhere Zinsen, doch dafür gibts das Kapital nicht oder nicht zur Gänze zurück. Dumm gelaufen für die Zocker im Bankhaus mit der gelben Neonreklame. Gezockt und verloren.

Wenn die Commerzbank bis Mitte 2012 die von der EU geforderte Kernkapitalquote von 9% erreichen will (ein Eigenkapitalwert, bei dem sie selber sicher so manche Finanzierung wegen zu wenig Eigenkapital ablehnen würde), braucht sie noch 3 bis 5 Milliarden Euro mehr Eigenkapital. Und das regnet nun mal nicht vom Himmel.

Commerzbank-Chef Blessing will zwar nicht nochmal unter den Rettungsschirm schlüpfen, aber viel besser ist sein „Angebot“ an den Staat, den Eurohypo zu kaufen, auch nicht. Es sieht nur eleganter aus als die 16 Milliarden stillen Einlagen, die der Staat der Commerzbank schon gegeben hatte.