Bayern LB verklagt eigene Vorstände

Offensichtlich ist auch die Bayern LB der Meinung, daß ihre früheren Vorstände zum Schaden der Bank und damit des Steuerzahlers gehandelt haben: Die Bayern LB will noch diese Woche ihre eigenen Ex-Vorstände verklagen und zwar auf Schadenersatz. Es geht um die Milliardenverluste rund um das Investment in die Hypo Alpe Adria (HGAA).

Die Bayern LB hätte damals zuviel Geld für das marode Institut bezahlt, – neben der Zivilklage auf Schadenersatz müssen die Bayern LB Manager sich ohnehin auch der strafrechtlichen Verfolgung durch den Staatsanwalt stellen, – die Staatsanwaltschaft München hatte kürzlich gegen alle acht ehemaligen Vorstände Anklage erhoben.

Bedeutendes Vermögen sei veruntreut worden.

Zum Schluß hat man die HGAA für einen Euro an Österreich verkauft, nachdem Verluste im Bereich mehrerer Milliarden Euro aufgetreten sind.

Üblicherweise haben solche Bankvorstände eine Haftungsversicherung, die dann ggf. einen Teil des Schadens regulieren würde. Kolportiert wird eine Schadensersatzforderung in Höhe von 200 Millionen Euro, wovon rund 100 Millionen Euro durch die Versicherung gedeckt seien, – dazu gibt es aber noch keine offizielle Bestätigung.

Eine Klage einzureichen heißt überdies noch lange nicht, daß das Gericht sich der Auffassung des Klägers anschließt. Es ist damit zu rechnen, daß sich die Be- und Verklagten durch pfiffige Anwälte vertreten lassen.

Den größten Brocken der Milliardenverluste wird ohnehin der Steuerzahler zu bezahlen haben, da das Land Bayern einen Großteil übernommen hat.

Als sicher gelten die großzügigen Pensionen und Alterversorgungen der Skandalbanker. Wenigstens eins, was sicher ist.