Bafin verhängt 50.000 Euro Bußgeld für Täuschung durch HSH mit 500 Millionen Verlust

Welch ein stumpfes Schwert die deutsche Finanzaufsicht BAFIN ist, wurde wieder einmal im Falle HSH deutlich.

Die HSH Nordbank mußte ein Bußgeld in Höhe von 50.000 Euro zahlen, weil die HSH offensichtlich relevante Fakten rund um riskante Geschäfte , die unter dem Titel „Omega 55“ geführt wurden, verschwiegen hatte.

Man plazierte die Geschäfte außerhalb der Bilanz in einer Zweckgesellschaft. Die Spekulation ging allerdings nicht ganz auf, es enstanden Verluste in der Größenordnung von rund 500 Millionen Euro im Jahr 2008. Ein Jahr, in dem der Gesamtverlust der HSH sogar bei 2,8 Milliarden Euro lag.

Der Bußgeldbescheid der Bafin wurde wegen gravierender organisatorischer Mängel bei der HSH Nordbank erlassen, Anfragen zu Omega 55 seien entweder gar nicht oder höchst unvollständig beantwortet worden.

Im Ergebnis spekulierte die HSH Nordbank wild in der Gegend herum ohne dies der BAFIN ordnungsgemäß offenzulegen, erwirtschaftete alleine durch die fraglichen Omega55 Deals einen Verlust von 500 Millionen Euro und muß dafür jetzt läppische 50.000 Euro Strafe in Form eines Bußgeldes zahlen.

Jeder andere Unternehmer, der 500 Millionen Euro unterschlagen hätte, würde mehrere Jahre in den Knast wandern oder eine deutlich höhere Strafe aufgebrummt bekommen.

Bei der HSH Nordbank zahlt die Strafe die Bank und damit der Steuerzahler. Der Steuerzahler, der auch vorher schon den Verlust bezahlt hat. Der verantwortliche Vorstand kann nach wie vor seelenruhig in 5-Sterne-Hotels Urlaub machen und seine üppige Versorgung genießen.

Armes Deutschland. Ein Land, in dem der, der den Schaden hat, auch noch die Strafe zahlen muß: Der Steuerzahler.