Anlagebetrüger Kiener sackt zusammen mit Banken 300 Mio ein – 10 Jahre Haft

Aus die Maus für den deutschen Bernie Madoff, für Helmut Kiener. Der Aschaffenburger hatte mit seinem K1-Hedgefonds mehr als 5000 Anleger und Banken um mehr als 300 Millionen Euro gebracht, – schlußendlich hat er vor Gericht auch gestanden, allerdings sei sein System nicht von Anfang an auf Betrug aus gewesen, war ihm wichtig anzumerken.

Die Gelder der Kunden, die er auch mit Hilfe von plazierenden Banken einsammelte, flossen zu einem Großteil in Hubschrauber, Privatjets, Villen in USA und seinen aufwändigen Lebensstil. Aus neu eingesammelten Geldern beglich er Rückzahlwünsche früherer Kunden, denen er gefälschte Informationen über angeblich positive Wertentwicklungen zukommen ließ.

10 Jahre und 8 Monate war folgerichtig die Strafe für sein Handel, was nur zusammen mit teilnehmenden Banken so erfolgreich sein konnte. Einige Banken sind auch auf ihn hereingefallen und haben – offensichtlich ohne vernünftige Prüfung – Millionen bei ihm angelegt. Alleine die Großbanken Barclays und BNP büßten bei ihm dreistellige Millionenbeträge ein.

Warum die „Experten“ sich offensichtlich noch nicht einmal die Mühe machten, die Unterlagen auch nur halbherzig zu prüfen, war auch dem Richter ein Rätsel. So konnte Kiener sein Schneeballsystem mit Unterstützung der Banken und Werbung durch die Banken, die seine Fonds teilweise noch in Zertifikate packten, lange weiterbetreiben.

Hätten die Anleger und Banken die 300 Millionen in Gold gesteckt, hätten sie jetzt mehr als 600 Millionen Euro, – so, muß man schauen, was aus den beschlagnahmten 2,5 Millionen noch an die Anleger der 300 Millionen zu verteilen ist.