Amerikanische Post kann keine Rentenbeiträge mehr zahlen

Die US Post hat angekündigt, ab sofort keine Einzahlungen mehr in die US Rentenkasse vorzunehmen. Dadurch hätte die von der Pleite bedrohte US Post rund 800 Millionen Dollar mehr Liquidität alleine bis zum Ende des Geschäftsjahres.

Ansonsten wäre die Post innerhalb weniger Tag insolvent und müsste schließen. Wie auf der ganzen Welt versenden auch in den USA immer weniger Menschen Briefe, sondern verkehren via email. Auch im Paketgeschäft bekleckert sich die US Post nicht mit Ruhm, sodaß viele Paketversender auf andere Dienste wie UPS oder FEDEX ausweichen.

Die US Post (USPS) hatte im letzten Geschäftshalbjahr alleine 2,6 Milliarden Dollar Verlust erwirtschaftet, wohingegen Gesellschaften wie FEDEX oder UPS Gewinne erwirtschaften.

Die US Post möchte nicht nur zukünftig keine Rentenbeiträge mehr einzahlen, sondern ist auch auf die ungewöhnliche Idee gekommen, zu beantragen, daß sie Gelder, die sie schon in die Rentenkasse eingezahlt hat, wieder zurück haben möchte. Der US Kongress hat dies bisher immer abgelehnt, sondern fordert vielmehr strukturelle Änderungen, damit die Post wieder in die Gewinnzone kommt.

Zukünftige Rentner der US Post dürfen also gespannt sein, wer denn ihre Rente bezahlen soll, wenn die Post dort aktuell nichts mehr einzahlt…

… vermutlich wird der amerikanische Staat, der selber vor der Pleite steht und kein Geld mehr hat, der US Post finanziell unter die Arme greifen müssen… eine interessante Konstruktion: Jemand der kein Geld hat, leiht jemandem, der auch kein Geld mehr hat, Geld.