10 Euro Gedenkmünzen Deutschlands zukünftig aus Kupfer-Nickel

Die Bundesregierung beschloß in Ihrer heutigen Kabinettssitzung, daß die deutschen 10-Euro-Gedenkmünzen zukünftig aus zwei Legierungen hergestellt werden:

a) Beginnend mit der 10-Euro-Münze „125 Jahre Jahre Automobil“ erscheinen die 10-Euro-Normalprägungen aus einer Legierung aus Kupfer-Nickel, die zum Nennwert von 10 Euro in den Verkehr gebracht wird.

b) Die Münzen der Sonderqualität „Spiegelglanz“ werden auch zukünftig (wie ab 1.1.2011) aus 625er Silber (375 Kupfer) hergestellt. Diese Münzen werden zukünftig, um Fälschungen und Verwechslungen auszuschliessen, mit der Aufprägung „Silber 625“ versehen und zu einem über dem Nennwert liegenden Preis veräußert. Dieser wird gebildet aus dem reinen Silberpreis zum Zeitpunkt der Ausgabe plus einem Aufschlag von 10 Euro plus Mehrwertsteuer. Der Mindestpreis liegt bei 15 Euro. Nach dem jetzigen Silberpreis ist also von einer Verteuerung im Verhältnis zu bisher auszugehen.

Die Änderungen erfolgen, weil der bisher hohe Silberanteil (10 Gramm Feingewicht) einen wirtschaftlichen Vertrieb in der bisherigen Form nicht mehr zulässt.

Bisher waren die „Normalprägungen“ zu 10 Euro von der Bundesbank abgegeben worden und die Spiegelglanzversionen zu 15 Euro von der Versandstelle für Sammlermünzen.

Um die Umstellungen zu bewerkstelligen, wird der Ausgabetermin der nächsten Münze (Automobil) vom 5.Mail auf den 9.Juni verschoben, alle folgenden Termine bleiben unverändert.

Zu diesen Ausgabeterminen werden zunächst nur die Spiegelglanzversionen zur Verfügung stehen, die Ausgabedaten der Normalversionen werden noch bekannt gegeben.