Kollabiert der Euro?

Ausgelöst durch einen vermeintlichen Erfolg unserer Kanzlerin auf dem kürzlichen Gipfeltreffen der europäischen Union könnte es nun zum völligen Kollaps in der Euro Zone kommen.

Ziel Merkels war es Defizitsünder zu disziplinieren und so den Euro zu stabilisieren.

Kern dieses Plans ist die vorgesehene Haftung von Banken und privaten Anlegern im Falle zukünftiger finanzieller Problem einzelner EU-Länder.

Als Reaktion auf diese Neuerung zogen zahlreiche Investoren ihr Kapital aus den Risikoländern ab.

Eine verständliche Reaktion im Hinblick auf eine mögliche Staatspleite.

So sanken vor allem die Notierungen der Papiere aus Griechenland, aber auch Irland und Portugal stark, während ihre Zinsen explodierten.

Die Zinserhöhung führt wiederum zur Verschlimmerung der finanziellen Situation, wodurch einige Staaten schon bald gezwungen sein könnten den im Mai verabschiedeten Rettungsschirm der Europäischen Union in Anspruch zu nehmen.

Auch die Analystin der Deutschen Zentralbank Birgit Figge betonte die Unsicherheit, die diese Regelung in die Märkte gebracht habe.

Sie warnt vor einem Negativkreislauf: hohe Staatsverschuldungen führen zu stetig neuer Unsicherheit und dadurch zu höheren Zinsen. Durch diesen Mechanismus ist es den hoch verschuldeten Staaten auch durch Sparprogramme kaum noch mögliche ihre Situation zu verbessern.

Die anderen EU Länder müssen also einspringen und erhöhen so ihre Schulden ebenfalls.