Afghanistan Krieg: geheime US Dokumente veröffentlicht !

Wie nun bekannt wurde, veröffentlichte die Internetplattform WikiLeaks  mehr als 75.000 geheime Dokumente des US-Militärs.

Diese beziehen sich auf den Zeitraum vom 1. Januar 2004 bis zum 31. Dezember 2009.

Insgesamt seien WikiLeaks 91.000 Dateien zugespielt worden, wobei 15.000 nach eigenen Angaben aus Sicherheitsgründen noch zurück gehalten würden, aber noch veröffentlicht werden sollen.

Das Portal wurde 2007 von Technikern, Mathematikern, chinesischen Dissidenten und Journalisten mit dem Ziel schnell „informelle Lecks“ zu schließen, ins Leben gerufen. Zu diesem Zweck kann jeder auf WikiLeaks anonym Dokumente veröffentlichen.

Die nun aufgetauchten US Dokumente geben detaillierte Einblicke in den Afghanistan Krieg. Sie zeichnen jedoch ein anderes Bild als es die Regierung in der Vergangenheit tat.

Die Lage wird immer aussichtsloser, die unbemannten Drohnen sind mit ihrer Anfälligkeit kaum als Wunderwaffen zu betiteln und im Hintergrund zieht Pakistan die Strippen.

Pakistan, insbesondere der Geheimdienst arbeite offensichtlich mit den Taliban zusammen. Dieser schicke Abgesandte zum Kriegsrat der Taliban und habe den Befehl erteilt den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai auszuschalten.

Der Krieg werde derweil vor allem im Norden des Landes immer bedrohlicher.

Die deutschen Truppen seien kaum auf den Kriegseinsatz vorbereitet gewesen – doch gerade sie sind in den gefährlichen Nordprovinzen stationiert. Die Kritik an der Bundeswehr ist auch in den Berichten kaum zu überhören.

Die geheimen Dokumente geben zudem Einblicke in eine Sondereinheit aus Elitesoldaten, die „Task Force 373“, die direkt aus dem Pentagon Order erhält und streng abgeschirmt agiert. Ihre Aufgabe sei die gezielte Tötung von Terroristen, Taliban und Drogenbaronen.

Die Meldungen und Berichte von Feldwebeln und Analysten des Militärgeheimdienstes und sind teilweise sogar mit einem Vermerk versehen, sie aufgrund ihrer Brisanz der afghanischen Regierung vorzuenthalten.

Das Weiße Haus reagierte kaum überraschend verärgert auf die Veröffentlichung der Dokumente. Auch der pakistanische Botschafter in den Vereinigten Staaten Hursain Haqqani betonte die Unverantwortlichkeit die geheimen Berichte der Öffentlichkeit zugänglich zu gemacht zu haben.