10 Euro Magdeburg 2005 ST — Edelmetall — 2005 — Edelmetall Preisvergleich

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  • Zeitpunkt: 02.12.2020 (11:07 Uhr)
  • Bezeichnung: 10 Euro Magdeburg 2005 ST
  • Stückelung (Feinunze): -
  • Feingewicht / geleg. Raugewicht (Gramm): -
  • Ausgabejahr: 2005
  • Edelmetall: Edelmetall
  • Anzahl: 1 Stück
  • Kategorie: Euro
  • Anbieter: Gesellschaft für Münzeditionen, Celler Straße 106 d, 38518 Gifhorn
  • Art: Preisvergleich Edelmetall kaufen

Die Bildseite zeigt den Magdeburger Dom, mit Symbolen für Traditionen, Brüche und Neuanfänge der Geschichte Magdeburgs. 805 wurde Magdeburg damals Magadoburg genannt, von Karl des Großen zu einem Handelsplatz bestimmt, über welchen die mit den Wenden und Avaren handelnden Kaufleute nicht hinausgehen durften. 923 und 924 wurde Magdeburg bei einem Einfall der mit den Ungarn vereinigten Wenden und Slawen beinahe gänzlich zerstört, aber von der Königin Editha, Gemahlin Otto des Großen, wieder aufgebaut und mit Wällen und Mauern umgeben. Das von Otto des Großen 936 gegründete Moritzkloster wurde 968 in ein Erzbistum verwandelt. 1135 hielt Lothar II. hier einen Reichstag, auf welchem Herzog Erich von Schleswig die dänische Krone als deutsches Lehen erhielt. Nach dem großen Brand von 11188 erholte sich die Stadt bald, trat der Hanse bei und erhielt im 14. Jahrhundert das Stapelrecht für die Elbschiffahrt. Gegen Ende des 15. Jahrhundert erscheint Magdeburg fast unabhängig von den Erzbischöfen, die meist auswärts, besonders in Halle, residierten, doch befreite es sich nie völlig von denselben und war nie freie Reichstadt. Der schon frühzeitig errichtete Schöppenstuhl stand im Mittelalter in großem Ansehen, und das Magdeburger Recht, eine Mischung von altsächsischen Gewohnheits und Magdeburger Lokalrechten, hatte in den östlichen slawischen Landen weite Verbreitung und Gültigkeit. Die höchste Blüte der Stadt vor dem Dreißigjährigen Kriege fällt in den Anfang des 16. Jahrhundert, wo Magdeburg gegen 40.000 Einwohner zählte. Seit 1524 fand in Magdeburg die Reformation besonders durch Amsdorfs Bemühungen Eingang. Magdeburg trat 1531 dem Schmalkaldischen Bunde bei, sagte sich vom Erzbischof und dem Kapitel los und unterwarf sich auch dem Kaiser nicht, als derselbe im Schmalkaldischen Kriege 1547 ganz Sachsen erobert hatte. 1548 deshalb in die Reichsacht erklärt, beugte es sich nicht, sondern verweigerte die Annahme des Interims und wurde Zufluchtsort aller durch die Religionsverfolgung vertriebenen Glaubensgenossen. Karl V. hatte die Vollziehung der Acht dem Kurfürsten Moritz von Sachsen aufgetragen. Dieser begann 1550 die eigentliche Belagerung und eroberte schon im November die Neustadt, doch die Bürgerschaft wies alle Angriffe auf die Altstadt zurück und machte viele glückliche Ausfälle. Erst als Moritz Gnade und Religionsfreiheit anbot, nahm Magdeburg sächsische Besatzung auf und huldigte Moritz als Burggrafen. Im Dreissigjährigen Krieg wurde es 1626 kurze Zeit von Wallenstein besetzt, dann 1629 von demselben 28 Wochen lang vergebens eingeschlossen und 1630, weil es seinen geächteten Administrator Christian Wilhelm wieder aufgenommen hatte, von neuem durch Pappenheim belagert. In der Hoffnung baldigen Entsatzes durch Gustav Adolf leisteten zwar die Bürger mit Hilfe einer kleinen schwedischen Besatzung unter Falkenberg mannhaften Widerstand. Aber als sich März 1631 Tilly mit Pappenheim einigte und nun 25.000 Mann die nur von 2000 Man verteidigte Stadt belagerten, konnten die Außenwerke gegen die Übernacht nicht behauptet werden, die Vorstädte wurden in Brand gesteckt und die Verteidigung auf die eigentliche Stadt beschränkt. Als sich die vom Nachtdienst ermüdeten Posten am Morgen des 10. Mai 1631 in ihre Häuser begeben hatten, begann der Sturm auf zwei Seiten. Die Kaiserlichen drangen unter Pappenheim am Krökentor zuerst in die Stadt ein, im Straßenkampf fiel Falkenberg. Während dessen brach an vielen Stellen zu gleicher Zeit eine Feuersbrunst aus, welche wahrscheinlich auf Falkenbergs Befehl von der fanatisierten Schiffer und Arbeiterbevölkerung angelegt worden war, um Magdeburg lieber zu zerstören, als in die Hände des Feindes fallen zu lassen, und sich schnell über die ganze Stadt verbreitete. Die Kaiserlichen rächten sich für die Zerstörung der erhofften Beute durch maßlose Grausamkeiten. Nur der Dom, der sofort für den katholischen Gottesdienst neu geweiht wurde, das Liebfrauenkloster und einige elende Fischerhütten bleiben vom Feuer verschont. Von sämtlichen 36.000 Einwohnern entgingen nur wenige Tausende dem Tode. Nachdem 1632 die Kaiserlichen wieder abgezogen waren, besetzten die Schweden die Stadt. Sie erstand schnell wieder aus den Trümmern, ward aber 1636 schon wieder von den Kaiserlichen und Sachsen belagert und durch Kapitulation genommen. Otto von Guericke erlebte als Ratsherr in Magdeburg die völlige Zerstörung seiner Heimatstadt. Er übernahm das Amt des Bauherrn und half, die Stadt mit Festungs und Brückenbauten wieder zu errichten. 1646 wird er zum Bürgermeister der Stadt gewählt. Mit Hilfe der von ihm erfundenen Luftpumpe gelang es ein Vakuum herzustellen. Als Gesandter Magdeburgs vertrat er die Interessen der Stadt bei den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden in Osnabrück. Im Westfälischen Frieden 1648 wurde Magdeburg nebst dem Erzstift dem Hause Kurbrandenburg für den Fall des Todes des damaligen Administrators August von Sachsen, der aber erst 1680 erfolgte, abgetreten. Lange sträubte sich Magdeburg, dem Kurfürsten von Brandenburg zu huldigen, musste aber schließlich im Vergleich zu Klosterberge 1666 doch einwilligen. In der Folge ließen sich in Magdeburg viele der aus Frankreich vertriebenen Reformierten nieder. Im Kriege Preußens mit Frankreich 1806 übergab der Kommandant von Kleist Magdeburg an die Franzosen unter Rey. Im Tilsiter Frieden 1807 an Frankreich abgetreten und dann zum Königreich Westfalen geschlagen, kam Magdeburg durch den Pariser Frieden wieder an Preussen, nach dem es 1813 - 1814 bloß von einem Korps unter Tauenzien eingeschlossen war. Durch die Beseitigung der alten Umwallung, welche seit 1869 durch die Anlage neuer Festwerke ersetzt wurde, hat die Stadt eine bedeutende Erweiterung erfahren. Der Magdeburger Sozialdemokrat Wilhelm Klees wurde im Jahre 1890 als erster Vertreter der Magdeburger Arbeiter zum Stadtverordneten gewählt .Drei Jahre später zog er in den Reichstag ein. Unter der Führung von Hermann Beims ging die Entwicklung der Stadt vorwärts. Beginn des Baus des Mittellandkanals und Wohnungsbau. Ernst Reuter war nur eine kurze Amtszeit vergönnt. Er war 1931 bis 1933 Magdeburgs Oberbürgermeister. Die Nationalsozialisten setzten im März 1933 dem Schaffen des Oberbürgermeisters ein jähes Ende. Nach dem Krieg war er Oberbürgermeister von West Berlin. Der zweite Weltkrieg brachte für die Stadt Magdeburg große Zerstörung. Der Zerstörungsgrad der Innen stadt betrug 90 Prozent. Erst im November 1949 übergab der sowjetische Stadtkommandant dem Magistrat der Stadt Magdeburg wieder die Verwaltungshoheit. Der Schwermaschinenbau Magdeburgs wird zu Volkseigenen Betrieben umgewandelt Nach den Wiederaufbau war das alte Stadtbild nicht mehr zu erkennen. Die Stadt des Schwermaschinenbaus, wie Magdeburg zu DDR Zeiten genannt wurde, hat mit der politischen Wende und den Übergang zur Marktwirtschaft einen Wandel der Industriestruktur hinnehmen müssen. 2005 war das 1.200jährige Stadtjubiläum, ein Jahr voller Feste und Veranstaltungen.

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