American Indian Head Goldmünzen kaufen

Hochinteressante Anlagemünzen mit großer Geschichte im Goldmünzen Preisvergleich

Goldmünzen waren in den USA von 1795 bis 1933 gesetzliches Zahlungsmittel und es wurde eine Vielzahl verschiedener Goldmünzen von den USA herausgegeben, bis der private Goldbesitz 1933 von Präsident Franklin Delano Roosevelt verboten wurde. Die besonders bekannte und beliebte Goldmünzenserie mit dem Indianerkopf (Indian Head) erschien ab 1908 und wurde 1933 aus dem Zahlungsverkehr gezogen. Geprägt wurde er in verschiedenen Prägestätten von 1908 bis 1915 und von 1925 bis 1929.

(ps)

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American Indian Head die beliebte Anlagemünze

Beliebt bei Anlegern ist sie seitdem jedoch noch immer. Die Goldmünzen der Serie unterscheiden sich von anderen Goldmünzen durch ihr besonderes Aussehen. Die Goldmünzen sind flach und das Motiv ist in sie eingeprägt. Der Numismatiker Breen sieht darin eine Anlehnung an die Münzgestaltung der vierten ägyptischen Dynastie. In der Tat gibt es ägyptische Münzen mit einem ähnlichen Adlermotiv aus dieser Zeit:

Münze für Ptolemäus I.

Münze für Ptolemäus I.

Münzmotive wie den Adler und Miss Liberty gab es schon lange auf amerikanischen Münzen, als Präsident Theodor Roosevelt 1904 ein neues Motiv wünschte. Entworfen wurde es von dem mit ihm befreundeten Bildhauer Augustus Saint-Gaudens. Roosevelt bestand dabei darauf, dass Miss Liberty eine indianische Kopftracht tragen sollte. Saint-Gaudens' entsprechendes Design von 1907 war in der Tat Vorbild für alle folgenden Münzen. Es zeigt den Kopf einer jungen Frau mit Blickrichtung nach links und wehendem Haar, das von einem Federschmuck umgeben ist. Oberhalb des Porträts sind im Halbkreis 13 Sterne angeordnet, die für die 13 Gründerstaaten der USA stehen. Unterhalb des Kopfes findet sich die Jahreszahl 1907.

 Obverse of 1907

Nachdem die ersten Münzen ohne erhöhten Münzrand produziert wurden, wurde dieser nach dem Tod von Saint-Gaudens ergänzt. Die Münzen dieser Art sind auch als „Wire Rim Eagle“ bekannt und haben heute einen sehr hohen Sammlerwert. Die zuvor produzierten Goldmünzen ohne Rand wurden später bis auf 50 Exemplare eingeschmolzen und haben den zehnfachen Sammlerwert (2.185.000$ im Jahr 2011).

Eine Kontroverse gab es um das Motto „In god we trust“. Da es gesetzlich nicht vorgeschrieben war und keine künstlerische Bereicherung des Designs darstellte, hatte Saint-Gaudens darauf verzichtet. Daraufhin wurde von Anhängern dieses Mottos im Repräsentantenhaus ein entsprechendes Gesetz promulgiert, dass Präsident Theodore Roosevelt auch unterzeichnete, um sich keinen unnötigen Ärger einzuhandeln. Spätere Stücke des Indian Head haben daher durchgehend das Motto „In god we trust“ auf der Adlerseite. Auf alle Münzen ist jedoch das Motto „In pluribus ununm“ (Aus Vielen Eines) enthalten, das sich rechts oberhalb des Adlers befindet, während das „In god we trust“ mittig auf seiner linken Seite platziert wurde. Der Adler steht in stolzer, aufrechter Haltung und hält in seinen Fängen ein Bündel von Pfeilen als Symbol der Kriegsbereitschaft, wie auch einen Ölzweig als Symbol der Friedensliebe. Die Symbolik ist dabei dem US-amerikanischen Great Seal entlehnt und findet sich auch heute noch z.B. auf der Flagge des Präsidenten.

Bei späteren Stücken des Indian Head wurde der Entwurf vom Bildhauer Bela Lyon Pratt modifiziert, denn Saint-Gaudens hatte bis zu seinem Tod 1907 nur die Designs der Gold Eagles und Double Eagles fertig gestellt. Hier erscheint nicht mehr Miss Liberty mit indianischem Kopfschmuck, sondern ein älterer und ernst aussehender männlicher Indianer, der vielfach als zu hager kritisiert wurde. Im Vergleich zum Originalentwurf des von Saint-Gaudens erreicht die Qualität jedoch nicht dieselbe künstlerische Höhe. Die Münzen sind unterhalb des Indianerkopfes (Indian Head) mit den Initialen des Urhebers „BLP“ gekennzeichnet. Die Kritik wurde jedoch von der US Mint unter der Führung von Frank A. Leach abgewiesen und die Münzen wurden in den nächsten Jahren in dieser Form produziert.

Im Westen der USA waren Goldmünzen als Zahlungsmittel noch sehr verbreitet, während an der Ostküste bereits mehr Banknoten im Umlauf waren. Diese Entwicklung verstärkte sich mit der Gründung des Zentralbanksystems der USA, des Federal Reserve Systems, im Jahr 1913 und erhielt einen weiteren Schub durch die Verknappung des Edelmetalls Gold im Verlauf des ersten Weltkriegs. Zwar wurde die Golddeckung der Währung in den USA nicht, wie z.B. im Deutschen Reich eingestellt. Dennoch verschwand der goldene Indianerkopf mehr und mehr aus dem Zahlungsverkehr, weil er thesauriert wurde. So wurde er mehr und mehr zu einem beliebten Geschenkobjekt, insbesondere zu Weihnachten.

Nach dem ersten Weltkrieg, an dem die USA erst seit 1917 mit eigenen Truppen beteiligt war, wurden Indianerkopf-Goldmünzen 1920 in San Francisco (Kennzeichen der Münze „S“) geschlagen und 1926 in Philadelphia, 1930 in San Francisco und schließlich 1932 und 1933 in Philadelphia. Hergestellt wurden dabei Goldmünzen mit einem Nennwert von 2,5 Dollar und 5 Dollar. Weitere Prägestätten waren in Denver (Kennzeichen „D“) und New Orleans (Kennzeichen „O“). So gibt es insgesamt von den neueren Entwürfen von Bela Lyon Pratt insgesamt 24 verschiedene Versionen. Pratts Entwurf wurde dabei nochmals leicht modifiziert, unter anderem wurde das „U“ des Wortes "Unum" besser sichtbar gemacht.

Bei den Münzen zu 10 Dollar blieb es jedoch bei dem Originalentwurf von Saint-Gaudens mit der federgeschmückten Miss Liberty, auf deren Stirnband auch das Wort „LIBERTY“ zu lesen ist. Beim Entwurf mit dem männlichen Indianerkopf ist das Wort stattdessen vom Porträt separiert und an den oberen Rand der Münze gerückt worden. Als „Indian Head“ werden daher nur die Stücke mit dem Nennwert von 2,5 und 5 Dollar angesehen.

Endgültig zu Ende ging die Ära der goldenen US-Kursmünzen mit der Aufforderung des damaligen Secretary of the Treasury an die Amerikaner, alle Goldmünzen und sonstiges Gold gegen Banknoten einzutauschen. Der Besitz von Gold wurde zudem unter Strafe gestellt. Viele Gold Eagles und unter ihnen auch viele Indian Heads wurden eingeliefert, aber natürlich verblieben trotz dieser Maßnahmen viele Goldmünzen in privatem Besitz, so dass bis heute der Goldene Indian Head eine verbreitete und beliebte Anlagemünze ist.

Interessant zu wissen:

Einige Stücke des Indian Head in Philadelphia wurden zwischen 1907 und 1915 auch in der Prägestufe Proof (Polierte Platte) hergestellt. 1907 wurde dabei eine satinierte Oberfläche produziert, in den späteren Jahren wurde einer dunkleren Mattierung der Vorzug gegeben. Einige Exemplare des Indian Head aus den Jahren 1908 bis 1910 haben zu dem eine hellere Oberfläche im Stil römischer Münzen.

Einordnung der Münzserie Indian Head aus heutiger Sicht

Der so genannte Half Eagle hat ein Feingewicht von 7,523 Gramm Gold bei einem Gesamtgewicht von 8,359 Gramm und einen Nennwert von 5 Dollar. Sein Durchmesser beträgt zwischen 22,5 und 21,6 Millimetern, die Dicke 1,5 Millimeter. Der so genannte Quarter Eagle hat einen Feingehalt von 3,76 Gramm Gold und ein Gesamtgewicht von 4,17 Gramm. Sein Durchmessser beträgt 17,7 Millimeter und die Dicke 1 Millimeter. Alle Indian Heads haben einen Feingehalt von 90% Gold. Da die Gold Indian Heads deutlich über dem Goldpreis gehandelt werden, handelt es sich hier um Münzen in einem Übergangsfeld von der Anlagemünze zur Sammlermünze, die dennoch in Deutschland von der Mehrwertsteuer befreit ist. Anleger und Sammler können jedoch mit dem Indian Head ein echtes Stück amerikanische Geschichte erwerben.

(ps)